WeRead Powered by ReaderPub
Die dreizehn Bücher der deutschen Seele cover

Die dreizehn Bücher der deutschen Seele

Chapter 363: Nachwort
Open in WeRead

Explore more books like this:

About This Book

A sequence of lyrical essays and mythic narratives probes the inward depths of personal and collective being, contrasting the shallow surface of memory with an abyssal wellspring where past and destiny mingle. Drawing on creation myths and heroic lore, the text reimagines divine origins and struggles among gods, giants, and fate-spinners, and traces how wisdom, guilt, and power shape cosmic and human order. Meditative passages reflect on memory, consciousness, and the persistence of primal forces beneath everyday life, while retellings of divine conflict and sacrifice examine responsibility, prophecy, and the burden of knowledge.

Nachwort

Als ich »Die dreizehn Bücher der deutschen Seele« zu Weihnachten 1921 nach fünfjähriger Arbeit heraus brachte, wußte ich, daß sie namentlich im neueren Teil noch Mängel aufwiesen. Meine Kraft reichte damals nicht aus, ihnen die Vollendung zu geben, die ich mir geträumt hatte. Sollte das Buch meinem Volk in seiner bitteren Geschlagenheit Trost bringen, durfte ich nicht länger mit der Drucklegung zögern.

Diese Volksausgabe endlich bot mir nach zwölf Jahren Gelegenheit, noch einmal Hand an das Werk zu legen. Es wäre undankbar, wollte ich nicht die beiden Männer nennen, die mich durch eine kritische Durcharbeitung meiner Kapitel unterstützten: Graf Adolf Dubsky und Graf zu Eulenburg-Wicken. Beide, der österreichische Katholik und der preußische Protestant, werden auch heute noch nicht mit jeder Einzelheit zufrieden sein können; aber ich hoffe, sie billigen mir zu, daß ich jeden Einwand bedachte und der Zwiespälte Herr zu werden suchte, die eine gerechte Darstellung der deutschen Geschichte so schwierig machen, weil sie weder den Katholiken noch Protestanten, weder den Preußen noch Österreicher, sondern den Deutschen schlechthin fordert.

Daß ich mit meinem Buch vielen Tausenden Trost brachte, als die Tröstungen in Deutschland noch selten waren, ist mir genügend bezeugt; daß seine Mission noch nicht erfüllt sei, ist der Glaube dieser Volksausgabe.