2.
Mond, der Mutter Erde Bruder,
Unser guter Onkel droben, —
Wenn der Jugend Sonne sank,
Scheinst doch du auf unsern Globen.
Mond, ich spürte manchmal Lust,
Dir ein zartes Lied zu widmen
Und dein Emmenthalerantlitz
Zu verherrlichen in Rhythmen —
Aber Mond, du hast nicht Menschen,
Hast von Wasser keine Spur,
Darum bist du ganz belanglos
Bei dem Lob der Wasserkur.
Ich, von allen deutschen Dichtern,
Bin der erste Apostat,
Der zum Aufputz seines Sanges
Deiner nicht mehr nötig hat.