Beifall überfiel die offene Szene.
„Fabelhaft!“ sagte der dicke jüdische Herr mit der Hornbrille. Seine Eulenaugen schillerten.
Der Thorax, der in der ersten Reihe saß, zitterte.
„Sie sterben beide auf offener Szene“, bebte er.
Die Pneumo hatte Tränen in den Augen.
„Brava!“ rief ein Italiener wie wahnsinnig zu Sybil herauf. „Brava, brava! ...“
Der Bulgare wischte sich mit einem kleinen seidenen Tuch, einem Geschenk Sybils, den Schweiß von der Stirn.
Er mußte sich zusammenreißen, um in keinen Wutanfall auszubrechen. Um nicht Schaum vor die Lippen zu kriegen.
„Das ist Krieg!“ dachte er entsetzt, „da fließt Blut ...“
Der kleine Japaner lächelte, freundlich interessiert.
Europäer ... dachte er. Sie haben alle Hitze aus dem Äther in sich hineingesogen und verbrennen nun an- und ineinander unter einem kalten Himmel. In Japan trippeln unter einem heißen Himmel kalte Menschen auf Holzschuhen im klappernden Stakkato. Und ihre Liebe duftet weiß, kühl und weiß wie die Schneeblüte des Fushijama.