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Die menschliche Familie nach ihrer Entstehung und natürlichen Entwickelung cover

Die menschliche Familie nach ihrer Entstehung und natürlichen Entwickelung

Chapter 2: Vorwort.
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About This Book

A comparative study traces the biological roots of pairing and mating through animal examples, then follows human sexual behavior and intimacy from prehistoric practices to the emotions and rituals that shape relationships. It examines early kinship arrangements such as mother-groups, exogamy, clan and village organization, and analyzes institutional forms including matriarchal and patriarchal systems, polyandry, polygyny, levirate, and ritual marriages like bride capture or purchase. The work surveys household structures, regional and religious variants of family life, and concludes with the transition toward modern marital arrangements and the social conditions that drive family change.

Vorwort.

Dem Buche, welches ich hiermit der Öffentlichkeit übergebe, habe ich nur wenige Worte voranzusenden. Die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der menschlichen Familie ist in den jüngsten Jahren mehrfach erörtert und selbst in populärer Weise dargestellt worden. Ernste Forscher haben sich damit beschäftigt. Mein Buch, die Frucht langjähriger und eingehender Studien, wendet sich nun vornehmlich an die wissenschaftlichen Kreise und versucht mit Heranziehung besonders der vergleichenden Völkerkunde die bisher vorgebrachten Meinungen zu sichten, auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen und auf diesem Wege ein Gebäude aufzurichten, welches dem dermaligen Stande unserer Kenntnisse sowohl von der Urzeit, als von der Gegenwart unseres Geschlechtes entspricht. Wenn in den verwickelten und in die mannigfachsten Gebiete einschlägigen Fragen, aus welchen die Geschichte der Familie sich zusammensetzt, der Ethnograph hauptsächlich zum Worte kommt, so möge dies in der Studienrichtung des Verfassers einige Entschuldigung finden. Ich glaube dies um so sicherer erhoffen zu dürfen, als eben die Völkerkunde, deren wachsende Bedeutung deswegen immer allgemeiner anerkannt wird, den erklärenden Schlüssel zu den meisten kulturgeschichtlichen Phänomenen und gesellschaftlichen Problemen verwahrt.

Tölz, im September 1888.

Der Verfasser.