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Die Schelme von Steinach: Erzählung für die Jugend cover

Die Schelme von Steinach: Erzählung für die Jugend

Chapter 11: Neuntes Kapitel Besenmüllers Geschichte
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About This Book

Eine Reihe heiterer, episodischer Erzählungen für junge Leser schildert, wie das Andenken an ehemalige Raubritter im Dorf lebendig bleibt: Burgruinen, scherzhafte Überfälle, verfehlte Schatzsuchen und die Gespräche der Dorfbewohner werden in volkstümlichen Anekdoten dargestellt. Reisebeobachtungen und Begegnungen führen zu humorvollen, oft milde moralisierenden Szenen, die Gemeinschaft, Einfallsreichtum und menschliche Schwächen zeigen. Der Ton ist warmherzig und verschmitzt, die Sprache lebendig, sodass Tradition, Fröhlichkeit und einfache Lebensfreude im Vordergrund stehen.


Neuntes Kapitel
Besenmüllers Geschichte

Frau Mechthild findet, dreizehn Flicken auf dem Wams und neunzehn auf den Hosen wären zuviel, um damit an des Kaisers Hof zu reisen, aber Herr Arnulf weiß sich zu helfen, und der Graf von Gehlingsberg geht ihm fortan aus dem Wege

»Als die Schelme von Steinach noch lebten, haben die Leute noch keine Strümpfe gestrickt. So dumm waren sie noch, aber ganz schön muß es gewesen sein, ja ja, ganz schön.

Dem Herrn Arnulf von Steinach hat’s auch auf der Welt gefallen, das ist ein lustiger Herr gewesen. Er ist auch immer ’n bißchen gern im Lande rumkarriolt. Ja ja, das tat er gern. Auf seinem Schafskopf hielt er es nie lange aus. Einmal sagte er zu seiner Frau Mechthild: »Frau, ich will nach Wien an des Kaisers Hof reiten.«

Sagt Frau Mechthild: »Das kostet Geld.«

Sagt Herr Arnulf: »Ja, das weiß ich.«

Sagt Frau Mechthild: »Aber du hast keins.«

Sagt Herr Arnulf: »Ich werd’s schon kriegen.«

Sagt Frau Mechthild: »Und dein Wams, dein allerbestes, hat dreizehn Flicke.«

Sagt Herr Arnulf: »Schaff ich mir ein anderes.«

Sagt Frau Mechthild: »Und deine Hosen haben neunzehn Flicke, und deine güldene Halskette hast du verkauft, und deine Rüstung ist verbeult, daß Gott erbarm, und dein Barett ist neulich in den Brunnen gefallen.«

Schreit Herr Arnulf: »Hör’ auf, hör’ auf!«

Klagt Frau Mechthild: »Also kannst du nicht reiten.«

Brüllt Herr Arnulf: »Und ich muß doch reiten!« Ja ja, das sagte er. Herr Arnulf überlegte nun alle Tage: Wie komme ich in Glanz und Pracht an des Kaisers Hof? Denn mit dreizehn Flicken auf dem Wams und neunzehn auf den Hosen konnt’ er nicht reiten, das sah er ein.

Er seufzte nun schrecklich jeden Tag, und seine liebe Frau seufzte auch schrecklich jeden Tag. Sie war ein gutes Weib, und ihr Mann tat ihr leid; sie hätte ihm schon gern geholfen und hätte gern ihr Staatskleid für ihn zu Wams und Hose zerschnitten. Es war nur – sie hatte kein Staatskleid.

Eines Tages reitet jemand den Schafskopf hinan: ein Bote war’s von dem reichen Grafen auf dem Gehlingsberg. Der Mann stellt sich steif vor den Herrn Arnulf, Schelm von Steinach, hin und sagt: »Mein Herr Graf will an des Kaisers Hof reiten, er läßt den Herrn von Steinach fragen, ob er mitreiten will.«

Sagt Herr Arnulf: »Ja, das will ich tun. Muß nur eiligst meine Prunkgewänder richten.«

Sagt der Bote: »Mein Herr Graf reitet schon morgen.«

Sagt Herr Arnulf: »Ist mir auch recht.«

Der Bote geht nun wieder. Frau Mechthild aber jammert: »Mann, liebster Mann, dich weisen sie ja mit Schimpf und Schande von des Kaisers Hofe. Mit dreizehn Flicken auf dem Wams und neunzehn auf den Hosen!«

Doch Herr Arnulf lachte dazu. Er ließ die Pferde satteln und ließ ein paar Betten zu großen Ballen zusammenschnüren. Das sei sein Gepäck, erzählte er. Dann ging’s los. Hoppla hopp! Drei Knappen und der alte Burgwart Berthold, die ritten mit. Frau Mechthild hatte gesagt: »Gib fein acht, Berthold, daß sich mein Gemahl nicht noch ein Löchlein reißt. Geflickt ist schon schlimm, aber Löcher sind noch schlimmer.« Ja ja, das hat sie gesagt.«

Hier hatte Besenmüller Zimplichs Max scharf angesehen, und der war feuerrot geworden. Er hatte geschwind die Hand auf sein Knie gelegt, das Dreieck da im Hosenbein hätte Besenmüller auch nicht zu sehen brauchen. Der erzählte weiter: »Hoppla hopp! Auf halbem Weg von Burg zu Burg trafen die Ritter zusammen. Der von Gehlingsberg war reich, geizig und faul, und neidisch war er auch, hochmütig und dumm dazu. Er hatte den Schelmen von Steinach nur zu dem Ritte fordern lassen, um den wegen seiner Armut zu verhöhnen.

Aber wie Herr Arnulf ihn sah, schrie er gleich: »Ei, lieber Freund und Gevatter, so fein angetan? Zum Reisen trage ich immer nur alte Kleider. Seht da die Ballen, die allerschönsten Gewänder hat meine Frau Mechthild hineingetan.«

Der Graf erschrak. Er wurde gleich grün, gelb, rot, blau und braun vor Neid. Weg war seine gute Laune, ganz weg.

Na, und nun ritten sie.

»Heiliger Severinus,« seufzte Berthold, »mein Herr hat ein neues Loch in der Hose, wie soll das enden!«

Den Herrn Arnulf aber bekümmerte der neue Schaden kein bißchen. Der erzählte, ein grünes Sammetwams sei in dem Ballen, ein rotes aus Brabanter Tuch, eins, das sei braun wie die Eichenblätter im Herbst, und alles sei gar köstlich gestickt und verziert.

So ritten sie. Und wie sie eine Stunde etwa geritten sind, da jackert ihnen auf einem mageren Pferd ein Bursche nach. Der verneigt sich vor Herrn Arnulf und ruft: »Die gnädige Frau Mechthild schickt Euch dieses Amulett, möchtet es immer tragen, es soll Euch wohl schützen.«

Sagt Herr Arnulf: »Das war wohlgetan.«

Sagt der Graf von Gehlingsberg: »Was soll die Narretei?«

Sagt Herr Arnulf: »Das ist ein gutes Ding. Schlimm, schlimm, wenn Euch Eure liebe Frau nicht auch ein Amulettlein gab!«

Das ärgerte nun den Grafen gewaltig. Er sagte grollend: »Ich lasse es noch holen.« Sagt Herr Arnulf: »Tut das, viellieber Freund. Im Kloster zu St. Kilian da warten wir auf den Boten.«

Sagt der Graf: »Der Kunz soll reiten.«

Sagt Herr Arnulf: »Eure Frau wird Euch gewiß ein gar köstlich wertvolles Amulettlein senden, laßt zweie reiten, das ist sicherer, oder dreie.«

Schreit der Graf: »Dreie, bei meiner Seel’!«

Also ritten dreie, Jörg, Hinz und Kunz. Zurück blieb nur der Damian, der war so dumm wie dick, so faul wie lang.

Na, und dann kamen sie an das Kloster von St. Kilian, und die frommen Mönche nahmen sie wohl auf. Die rüsteten ein Mahl, und dabei aß der Graf von Gehlingsberg einen Rehschlegel, sechs Rebhühner, sechzehn Krautklöße, eine Schweinspastete, einen gedünsteten Hecht, eine Schüssel gedämpften Kohl, drei Teller voll Backwerk und dreizehn« – »Besenmüller, das ist zu viel,« riefen die Kinder entrüstet, und Arne fügte keck hinzu: »Da wäre ihm ja der Bauch geplatzt.«

»Na ja, meinetwegen, wenn ihr’s ihm nicht gönnt, mag er weniger gegessen haben.« Besenmüller ließ sich nicht aus seiner Ruhe bringen, gemächlich fuhr er fort: »Aber plumpsatt war er, das steht nu mal feste. Kaum schnaufen konnt’ er. Ja ja, so war’s.

Der Graf müsse in ein pechdunkles Kämmerlein zu liegen kommen, riet der Schelm von Steinach, da könnte er sich gut ausschlafen.

Sagten die Mönche: »Soll uns wohl recht sein.«

Meinte Herr Arnulf: »Den Damian müßten sie dazu legen.«

Sagten die Mönche: »Ei freilich, der soll seinem Herrn aufwarten.« Sie führten denn nun den Grafen in ein fensterloses Kämmerlein, und weil sie mit brennenden Kienspänen leuchteten, merkte der es nicht. Und Damian merkte überhaupt nie etwas.

Der Graf von Gehlingsberg tat einen mächtigen Gähner, und plumps fiel er auf sein Lager und schlief. Damian tat einen noch lauteren Gähner, und er schlief schon, ehe er auf sein Lager kam.

Sagten die Mönche: »Unserem Gast wird nichts die Nachtruhe stören.«

Sagte Herr Arnulf: »Wäre auch schlimm. Wird der im Schlaf gestört, haut er um sich wie weiland St. Georg der Drachentöter.«

Die Mönche erschraken sehr und versprachen, nichts, auch nichts sollte ihren werten, vornehmen Gast stören.

Sagte Herr Arnulf: »Und verwahret seine Reisesäcke wohl. Ich muß mit dem Frühesten davonreiten.«

Sagten die Mönche: »Wir wollen tun, wie du es befohlen.«

Als das Morgenglöcklein läutete, ritt Herr Arnulf mit den Seinen von dannen. Seine Bettsäcke ließ er den Mönchen da, und er hieß seine Knechte des Grafen wohlgefüllte Truhen aufladen. Die Mönche meinten, so sei es richtig, und verwahrten die Bettsäcke in des Klosters reicher Schatzkammer. Also ritt Herr Arnulf, der Schelm von Steinach, geschwind hinweg. Der Graf von Gehlingsberg aber schlief zwölf Stunden, da drehte er sich das erste Mal um. Er tat seine Augen ein viertel auf, blinzte und dachte, ’s ist ja noch Nacht. Ja ja, das dachte er.

Darauf schlief der Graf wieder zwölf Stunden, drehte sich wieder um, tat seine Augen halb auf und dachte, ’s ist ja noch Nacht. Ja ja, das dachte er wieder.

Damian aber rührte sich nicht, tat seine Augen nicht auf, und denken tat er erst recht nichts.

Inzwischen langten die drei Knappen Hinz, Kunz und Jörg am Kloster St. Kilian an und begehrten, vor ihren Herrn geführt zu werden.

Sagten die Mönche: Nein, das ginge nicht, der müßte seine Ruhe haben.

Nun, die Knappen waren’s zufrieden. Der Bruder Küchenmeister wartete ihnen gut auf. Der Bruder Kellermeister schenkte ihnen manche Kanne Wein, da ließen sie sich’s wohl sein.

Zwei Nächte und einen Tag schlief der Graf von Gehlingsberg, dann wachte er auf. Er brummte: »So einen unruhigen Schlaf habe ich lange nicht getan; nun bin ich schon dreimal aufgewacht, und immer ist’s noch Nacht.« Er seufzte schwer, und auf einmal fing ihm sein Magen zu knurren an. Rrrrrrrrrrrrrruh ging es.

Schrie der Graf von Gehlingsberg: »Ich bin krank, ich bin krank. Oh, wie tut mir das im Magen weh!«

Die Mönche hörten das mächtige Schreien und liefen angstvoll herbei. Taten die Türe auf, und das helle Sonnenlicht strömte in das fensterlose Kämmerlein.

Riefen die Mönche: »Ei, Herr, was habt Ihr für einen guten Schlaf getan! Sechsunddreißig Stunden pflegtet Ihr der Ruhe.«

Schrie der Graf: »Was schwätzt ihr da, sechsunddreißig Stunden hätte ich geschlafen? Wirklich, sechsunddreißig Stunden?« Ja ja, das fragte er.

Seufzte der Damian: »Man kann sich auch niemals im Leben ordentlich ausschlafen.«

Rief der Graf: »Oho, nun weiß ich’s, woher mir das Grimmen im Magen kommt, ich habe Hunger!«

»Ich auch, ich auch!« stöhnte Damian, der wurde da ganz munter. Der Bruder Küchenmeister aber lief eilig, um ein gutes Mahl zu rüsten. Der Graf von Gehlingsberg ließ sich das Frühstück wohl schmecken, und erst als er satt war, fragte er nach seinem Reisegenossen. Der sei schon lange fort, hieß es, aber des Grafen Reisegut liege wohlverwahrt in des Klosters Schatzkammer.

Sagte der Graf nachdenklich: »Ei, dann ist auch Zeit, wenn ich morgen mit dem Frühesten reite. Will mich noch einmal ordentlich ausruhen für den langen Ritt.«

Rief Damian: »Das ist wohlgetan. Ich spüre das erste Reiten noch in allen Knochen. Umfallen könnte ich vor Müdigkeit.«

Also blieben der Graf und die Knappen noch den Tag und die nächste Nacht im Kloster und ließen es sich wohl sein.

Seufzte der Bruder Küchenmeister: »O weh, sie essen alle meine Vorräte auf!«

Klagte der Bruder Kellermeister: »O weh, mein schöner Wein, sie trinken ihn allen aus!«

Am nächsten Morgen entstand ein lautes Geschrei, denn da merkte der Graf von Gehlingsberg den Tausch des Schelmen von Steinach. Frau Mechthild hatte ihre allerältesten Betten zur Reise hergegeben, und soviel der Graf, seine Knappen und die Mönche auch suchten, die köstlichen Gewänder, von denen der Schelm von Steinach erzählt hatte, die waren nicht zu finden. Der Graf wurde fuchsteufelswild, und selbst Damian vergaß vor Zorn seine Schläfrigkeit. Sie setzten sich auf ihre Pferde und ritten eilfertig davon, um nur rasch an des Kaisers Hof zu kommen und dem Schelmen seinen Raub wieder abzujagen. –

Herr Arnulf war unterdessen einen andern Weg geritten. Als das Kloster St. Kilian hinter ihnen lag, sagte er zu Berthold, seinem Burgwart: »Wie rede ich mich aus, wenn nun der Herr von Gehlingsberg auch an des Kaisers Hof kommt?«

Sagte Berthold: »Reitet nicht an des Kaisers Hof.«

Zürnte Herr Arnulf: »Was soll der dumme Rat?«

Sagte Berthold: »Ein Kaiser ist freilich ein Kaiser, aber ein Herzog ist auch ein hoher Herr. Reitet an eines Herzogs Hof.«

Sagte Herr Arnulf: »Das Wort läßt sich hören.«

Sagte Berthold: »An des bayrischen Herzogs Hof wird’s Euch wohlgehen.«

Sagte Herr Arnulf: »Das gilt. Kurzweil und ritterliche Spiele gibt’s dort auch. Des Herzogs Sohn soll Hochzeit halten, da wird es gut sein. Also reiten wir.« Ja ja, so sagte er.

Nun ritten sie und kamen auch an den Hof des Herzogs von Bayern. Dort war ein lustiges Leben, und der Schelm von Steinach, der stattlich in des Grafen von Gehlingsberg Kleidern einherging, wurde wohl aufgenommen. Er gewann güldene Preise im ritterlichen Spiel, und weil der Herzog um der Hochzeit willen seine Gäste freihielt, brauchte der Schelm keinen Batzen und kein Hellerlein auszugeben. Auch ein reiches Gastgeschenk erhielt er noch. Die güldenen Preise verkaufte er, und so zog er mit wohlgefülltem Säcklein nach etlichen Wochen von dannen. Ja ja, so war’s.

Inzwischen war der Graf von Gehlingsberg an des Kaisers Hof gewesen, hatte dort den Schelm nicht gefunden und hatte dort viel Spott und Neckerei erfahren. Es glaubte ihm niemand sein Märlein, und weil er auch ein einfältiger Herr war, meinten alle, sie hätten einen Narren vor sich. Der Graf vertat sein Geld und gewann nicht Ehre und nicht Freunde, und mißmutig kehrte er nach etlichen Wochen heim. Im Kloster zu St. Kilian gedachte er seine letzte Rast zu halten, und der Zufall führte am nächsten Morgen den Schelmen vor das Kloster. Als dies der Schelm hörte, ritt er eiligst von dannen, und an der Stelle, an der er einst den Grafen getroffen hatte, sagte er zu Berthold, seinem Burgwart: »Nun reite geschwind nach Gehlingsberg, bringe der Frau Gräfin ihres Mannes Reisetruhen und dieses goldene Ringlein als Reisegeschenk. Sag’ ihr, mit hohen Ehren sei ihr Mann an des Kaisers Hof empfangen worden, und er sei nun schon auf dem Heimweg, sie möge ihn wohl empfangen.«

Sagte Berthold: »Das will ich recht ausrichten.« Er ritt mit den Knappen nach Gehlingsberg, während der Schelm heimwärts ritt im neuen Wams, sein gutgefülltes Beutelchen in der Tasche.

Als er am Tor anlangte, lief Frau Mechthild ihm entgegen und klagte: »O du armer Mann, ohne deine Knechte kehrst du heim! Dir mag es übel ergangen sein.« Ja ja, so klagte sie.

Rief Herr Arnulf: »Schau her!« Er wies ihr das neue Wams, das Geld und eine feine Gürtelschnalle.

Lachte Frau Mechthild: »Ich sehe schon, die Schelme verderben nimmer.«

Mißmutig kehrte der Graf zu seiner Burg zurück. Doch dort empfingen ihn alle festlich geschmückt, und seine Frau Gräfin rief: »Willkommen, edler Held!« Sie dankte ihm gar herzlich für das güldene Geschenk.

Sagte der Graf brummig: »Was soll das Geschrei?«

Schrie Damian: »Herr, da stehen unsere Truhen.«

Sagte die Gräfin: »Die sandtest du mit des Schelmen Knechten. Die haben auch gesagt, wie reich du geehrt worden bist an des Kaisers Hof.« Da schwieg der Graf mäuschenstill und verbot auch seinen Knechten zu sagen, wie es ihnen ergangen war. Ja ja, das tat er.

Er erzählte viel von des Kaisers Hof, zuletzt glaubte er selbst, ihm sei es gut gegangen dort, und schließlich glaubten alle, der Kaiser würde wohl auch bald zu Besuch kommen, weil er dem Grafen so gut war.

Aber mit dem Schelmen von Steinach tat der Gehlingsberger nie mehr eine Reise zusammen. Mit Fehde überzog er freilich auch nicht seine Burg, wie er es sich vorgenommen hatte. Sah er von fern den Schelmen kommen, dann beschrieb er einen großen Bogen um ihn, er fürchtete dessen Spott. Ja ja, den fürchtete er.«