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Die Wiener Schreckensnacht vom 8. December 1881 cover

Die Wiener Schreckensnacht vom 8. December 1881

Chapter 17: Hohenlohe und Tewele.
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About This Book

A contemporary eyewitness account reconstructs a catastrophic theater fire that begins amid an ordinary holiday performance, describing the crowd’s arrival, the sudden outbreak of flame and smoke, and the ensuing panic as escape routes prove inadequate. The narrative documents the building’s architectural features and operational arrangements that worsened evacuation, reports on improvised rescue attempts and failures, and records the human toll and subsequent funerary and relief efforts. Interleaving vivid scene-setting with technical observation, the account also evaluates emergency responses and highlights charitable measures for those left dependent after the disaster.

Hohenlohe und Tewele.

Und also schloss der Schmerzens-Sonntag, der 11. December 1881, reich an erschütternden Scenen, aber noch reicher an Thränen! — Einer Episode sei noch Erwähnung gethan. Der Director des Carltheaters, Herr Tewele, versuchte es, die Theater-Directoren Wiens zu bewegen, die Theater an diesen traurigen Tagen zu schliessen, um, während Wien in Jammer, Schmerz und Thränen aufgelöst ist, nicht Komödie spielen zu lassen. Die Theater-Directoren unserer Vorstadt-Bühnen hatten zugesagt: Tewele möge dem ersten Obersthofmeister Sr. Majestät Kaiser Franz Josef I., Fürst Hohenlohe-Schillingsfürst, sein Anliegen vortragen; was die kaiserlichen Theater thun, werden sie auch thun. Die Audienz fand statt, die Bitte, Seitens Tewele vorgebracht, wurde vom Obersthofmeister — abgeschlagen. So kam es, dass Wien, mit Ausnahme des Carltheaters, an diesen Tagen Komödien spielte, an denen die Leichen der Opfer eines Theaterbrandes agnoscirt und — die ersten Todten in die Grube gesenkt wurden. Ueber Befehl Sr. Majestät des Kaisers blieben die Wiener Theater am Montag den 12. December geschlossen. Nur in dem Tingl-Tangl, genannt Danzer’s Orpheum, jodelte man, als ganz Wien weinte.

Hohenlohe und Tewele.