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Die Wiener Schreckensnacht vom 8. December 1881 cover

Die Wiener Schreckensnacht vom 8. December 1881

Chapter 4: Die Brandstätte und Rettungsversuche durch Springtuch und Leitern.
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About This Book

A contemporary eyewitness account reconstructs a catastrophic theater fire that begins amid an ordinary holiday performance, describing the crowd’s arrival, the sudden outbreak of flame and smoke, and the ensuing panic as escape routes prove inadequate. The narrative documents the building’s architectural features and operational arrangements that worsened evacuation, reports on improvised rescue attempts and failures, and records the human toll and subsequent funerary and relief efforts. Interleaving vivid scene-setting with technical observation, the account also evaluates emergency responses and highlights charitable measures for those left dependent after the disaster.

Die Brandstätte und Rettungsversuche durch Springtuch und Leitern.

Bevor aber diese Meldungen und Auskünfte ertheilt wurden, spielten sich Scenen ab, welche die berufenen Personen doch zu dem Versuche veranlassen hätte können, in den noch nicht brennenden vorderen Theil des Theatergebäudes mit Fackeln bewaffnet einzudringen, um auf den Stiegen nachzusehen, ob auch thatsächlich kein Besucher des Theaters mehr im Hause wäre. Statt den Brand zu localisiren und sich ausschliesslich mit dem Feuer zu beschäftigen, hätte der Rettung von Menschenleben das Hauptaugenmerk zugewendet werden sollen. Als der Schreckensruf ertönte: «das Ringtheater brennt», spielte sich bereits vor dem Theater ein entsetzliches Schauspiel ab. In rasender Eile hatte die Flamme den Dachstuhl durchbrochen und beleuchtete taghell den Schottenring und Umgebung. Im Innern hat man eine Detonation vernommen, dann war tiefe Finsterniss eingetreten. Während im Theater Alles zu den Ausgängen stürzte und eine unbeschreibliche Verwirrung entstand, strömte eine Menge Menschen gegen das Theater, um Hilfe zu bringen. Was sich in der Umgebung desselben abspielte, entzieht sich thatsächlich jeder Beschreibung. Hinaus und hinein in das brennende Gebäude, dessen Flammen weitum den Himmel roth färbten, stürzten die Menschen. In der Loggia zur linken Hand erschienen beiläufig zwanzig Leute, welche mit gellender Stimme um Hilfe riefen. Die Stimme derjenigen, welche sich um das Theater drängten, antworteten denen oben und in den furchtbaren Wirrwarr hinein schallten die hellen Töne der anrasenden Feuerwehr. «Hilfe für die Menschen in der Loggia! Hilfe, um Gottes willen! Hilfe, um jeden Preis!» Man suchte Leitern von den Feuerwagen herunterzunehmen, aber dieselben erwiesen sich als zu schwach und zu kurz. Glücklicherweise war ein Springtuch vorhanden.

Rettungsversuche mit dem Springtuch.

«Aushalten! Zuwarten! bis das Springtuch gespannt ist!» schreien die unten. «Hilfe! Hilfe!» schreien die oben. Das Springtuch wird ausgespannt. Einige der Leute oben steigen über die Brüstung, aber die Furcht hält sie noch fest. Da blitzt es in den Fenstern und fahler Feuerschein wird hinter der Loggia sichtbar. Verzweifelt wirft sich ein Mann herab. Er fliegt mit ausgebreiteten Armen und Beinen durch die Luft. Er ist ein schwerer, starker Mann und die Männer, welche das Tuch hielten, haben gut gehalten. Es ist dem kühnen Springer nichts geschehen. Es folgt ihm ein zweiter, ein junger, gewandter Mensch, welcher ebenfalls gut davon kommt; dann ein dritter. Jetzt windet sich eine Frauengestalt aus dem Gedränge oben hervor und betritt die verhängnissvolle Kante. «Muth! Muth! Nur springen!» ruft man unten. Sie wagt den Sprung; weit flattern ihre Kleider — ein grässlicher Anblick — aber sie wird wohlbehalten von dem Tuche aufgefangen. Ein halbwüchsiger Knabe springt jetzt hinab. Es folgt Einer nach dem Anderen! Die Männer meist barhäuptig. Nur drei bleiben oben; jetzt ist eine grosse Leiter herbeigebracht worden, welche man mit aller Geschwindigkeit zusammenstellt. Der Feuerschein im Hintergrunde ist matter geworden. Aber höher und höher schlägt die Lohe vom Dachstuhl gen Himmel. Dichter Qualm kommt aus den oberen Fenstern zum Vorschein. Die aufgescheuchten Tauben flattern mit verzweifeltem Flügelschlag in dem Qualm umher und hoch oben steht in ruhiger Haltung, hell von der Gluth beschienen, Apollo, wie zum Spott, über dem Unglücksgebäude.

Da erschallt von dem rechtsseitigen Fenster neben der grossen Loggia ein Hilferuf. Das Fenster ist aufgerissen worden und ein Dutzend Menschenköpfe kommt zum Vorschein. «Hilfe! Hilfe! Um Gotteswillen!» Man bringt eine Leiter herbei, die wiederum zu kurz ist. Eine qualvolle Viertelstunde vergeht. Jetzt gehen die Männer mit dem Springtuch nach dieser Seite und wieder erschallen die auffordernden Rufe: «Herabspringen!» Ein Mann wagt es zuerst, er ist gerettet; dann eine Gestalt in buntem Theater-Costume! Dann erscheint in dem Fenster eine Leiter; wie dieselbe dahin gekommen, ist ein Räthsel. Zugleich mit der Leiter wird ein Tuch herabgelassen. Jetzt steigen die Menschen die Leiter hinab und von einer ziemlich geringen Höhe lassen sie sich in das Tuch fallen. Ein paar Frauen sind darunter. Nur zwei Knaben, die nicht den Muth haben, zu springen, hocken auf dem Stein-Vorsprung unter dem Fenster. Inzwischen haben auf der Seiten-Loggia die Feuerwehrleute die Leiter angelegt und bringen Einen nach dem Anderen aus der Loggia herab. Ein Mann mit einem weissen Tuch um den Kopf läuft durch die Menge und sucht seine Frau. Er hat den Sprung gewagt und ist unverletzt davongekommen. «Meine Frau ist noch drinnen! Sie ist hochschwanger!» schreit er verzweifelt. «Sind noch Menschen im Gebäude? Sind noch Menschen drinnen?» Die Leute, welche heruntergesprungen sind, versichern, dass auf den Treppen noch Leute liegen. Frauen seien in Ohnmacht gefallen und liegen auf den Treppen. «Das Theater ist geschlossen! — Sie können nicht heraus!» heisst es in der Menge. Das ist aber nicht richtig. Das Theater ist offen; es haben zu verschiedenen Malen Leute sich hineingewagt; aber die Finsterniss drinnen liess nichts erkennen. Eine Frau trägt ein Kind vorüber; sie ist mit demselben herabgesprungen, heisst es; sie geberdet sich wie wahnsinnig.

Es entspann sich zwischen einen jungen Mädchen dem Berichte des «Wiener Tagblatt» vom 11. December nach ihren eigenen Angaben entnommen, mit Namen Pawlik, bevor dasselbe in das Sprungtuch sich warf, eine Controverse vom Balcon herab mit den Wachleuten, indem sie flehentlichst bat, Leute mit Licht zu senden, denn nur diese können hunderten von Menschen, die den Ausweg nicht finden und festgekeilt in den Stiegenräumen stehen und liegen, Rettung bringen. Diesem Fräulein, als es unten angekommen, schenkte man trotz ihrer verzweifelten Bitte kein Gehör, man entsendet Niemand mit Licht, sondern schrieb blos Name und Adresse des Fräuleins auf und blieb dabei: es wäre kein Mensch mehr im Theater! — Der Wichtigkeit halber citirte ich auch das Blatt, welches wortgetreu die Angaben des Fräulein Pawlik, das in der Familie des Abgeordneten Alfred v. Scene die freundlichste Aufnahme fand, zum Abdrucke brachte, die jedenfalls bei dem sich abspielenden Processe vor dem competenten Gerichte entscheidend in’s Gewicht fallen werden.

Eine Stunde bereits wüthete der furchtbare Brand, die Geretteten, welche unter den Zuschauern blieben, weil sie ihre Freunde oder Verwandten, ihre Eltern oder ihre Kinder, ihre Männer oder Frauen suchten, schrieen unaufhörlich: es sind noch hunderte Leute im Hause auf den Stiegen, welche verbrennen, rettet sie, helft, sendet Leute mit Licht hinauf, welche Worte hundertfach von den Umstehenden wiederholt wurden, bis endlich zwei Polizeibeamte in das Haus mit Fackeln eindringen, während die gesammte Löschmannschaft unaufhörlich Wassermassen in die Flammen sendet. Man wollte von Seite der öffentlichen Functionäre doch endlich Gewissheit haben, ob das Gerücht, dass noch Menschen in dem Hause seien, sich bewahrheite. Plötzlich erscheinen die zwei muthigen Männer wieder an der Unglückspforte; ihre Mienen sind von Schrecken verstört, todtenbleich rapportirten sie den in der Nähe der beiden Herren Erzherzoge stehenden Polizeichefs «dass oben noch eine ganze Menge Personen, ein Knäuel von Menschen liege, Ohnmächtige, Tode, Sterbende, Verwundete, welche so dicht zusammengepresst, zusammengeballt seien, dass man nur mit grösster Anstrengung die einzelnen Körper hervorziehen könne.» Nun mit einem Male änderte sich nach dieser Meldung die Scenerie.

Wie ein elektrischer Funke durchfuhr der Gedanke nach Rettung der Verschmachtenden die Zuhörer dieser Hiobspost; als einer der ersten stürzte todesmuthig unser Oberlandesgerichtsrath und Staatsanwalt Graf Lamezan in das Foyer und nun ging es an die Rettung Derjenigen, die noch zu retten waren! Doch wie entsetzlich Wenige traf man nach einer Stunde des Brandes noch am Leben; verbrannte, erstickte, zertretene, erdrückte und erdrosselte Menschen beförderte man aus dem Hause; zu spät machte man die Entdeckung, dass Menschen, viele viele Menschen in dem Hause und auf den Stiegen seien, und doch hätte man dorthin, wohin man um die Todten gelangen konnte, auch gelangen können, um die Lebenden zu befreien, wenn man um 45 Minuten früher den Versicherungen der Geretteten Glauben geschenkt hätte, dass noch Menschen in dem Hause weilen!

Leichentransport während des Brandes.

Die Todesverachtung, der Muth, der dazu gehört, um in das in hellsten Flammen stehende Gebäude zu gelangen, war sicherlich gleich zu Beginn des Brandes in der Brust der braven Männer, die nunmehr ihr Leben in die Schanze schlugen für Cadaver. — Ueber die Scenen, die sich nun im Inneren des Ringtheaters abspielten, erhalten wir genauestens Bericht aus einem Aufsatze des «Neuen Wiener Tagblattes», der nach der Erzählung des Grafen Lamezan niedergeschrieben wurde:

«Es war gegen halb 8 Uhr Abends — so erzählte Graf Lamezan — als ich vor dem brennenden Ringtheater anlangte. Ich hatte, da ich weiss, dass bei solchen Anlässen die Polizei- und Militärwache immer einen engen Cordon schliesst, um den Andrang des Publikums hintanzuhalten, um Neugierige und Unberufene nicht durchzulassen, die Vorsicht gebraucht, meine Beamtenkappe aufzusetzen, um mich so gewissermassen als eine officielle Persönlichkeit zu kennzeichnen. Ich musste aber trotzdem meinen Namen laut in die Menge rufen, um mir Durchgang zu verschaffen. Kaum, dass ich wenige Secunden vor dem brennenden Theater gestanden, kam der Wachmann Ignaz Winkler zu mir heran und meldete mir mit verstörter Miene und unter sichtbarer Aufregung, dass sich droben im Stiegenhause Menschen befänden, von denen er nicht wisse, ob sie vielleicht verbrannt oder ob nicht einige von ihnen noch am Leben seien.

«Führen Sie mich hinauf,» rief ich ihm, rasch entschlossen, zu. Gleichzeitig gab ich einigen Wachleuten und Feuerwehrmännern den Befehl, uns zu begleiten. Wir verfügten uns sodann durch das mit Qualm und Rauch erfüllte Foyer, in welchem eine totale Finsterniss herrschte, von da rechts über die Stiege, die zur ersten Galerie führt. Ueberall herrschte tiefe Finsterniss, Rauch und Hitze erfüllte den Raum, in dem wir uns herum tappend bewegten. So viel konnten wir aber doch mit Gewissheit constatiren, dass sich weder im Foyer, noch auf der Stiege, die zur ersten Galerie führte, Menschen befinden. Es drang auch kein Laut an unser Ohr. Nur das Prasseln der lodernden Flammen hörten wir deutlich, und als wir die Biegung überschritten, welche die Stiege macht, um zu den höheren Galerien zu gelangen, da entfaltete sich vor unseren Augen ein entsetzlicher, Schrecken erregender Anblick; wir sahen im Parterre die hellen Flammen auflodern und ein starker Luftzug peitschte die Flammen durch die Fenster und Thüröffnungen und verliehen diesem Theil des Stiegenhauses eine schreckliche Beleuchtung. Da der Wachmann schon im Hinaufgehen erklärt hatte, dass die Menschenhaufen, die er wahrgenommen, sich im zweiten Stocke befinden, rief ich meinen Begleitern aufmunternd zu: «Nur mir nach, wir müssen hinauf!» Und wieder machte die Stiege eine Biegung und hier herrschte wieder totale Finsterniss, die zumal Denjenigen das Vordringen beträchtlich erschwerte, die so, wie wir Alle, mit den localen Verhältnissen wenig vertraut waren. Ich ersuchte einige Herren, sich schleunigst wieder hinab zu verfügen, unten anzuordnen, dass Wasserschläuche heraufgeleitet werden und gleichzeitig auch Fackeln mitzubringen.

Trotz der Dunkelheit tappten wir aber im Finstern weiter vorwärts. Bei der Wendung zur dritten Galerie, und zwar bei der ersten Wendung, welche die Stiege macht, stiessen wir bereits auf einen Widerstand und in diesem selben Augenblicke blitzte eine Flamme von dem inneren Raume heraus und das entsetzlichste Schauspiel bot sich unseren Blicken dar, wir sahen vier- bis fünffach übereinandergehäufte Menschenkörper da liegen. Im Nu ward es wieder finster und wir konnten mit den Rettungsarbeiten nicht sofort beginnen. Mein Ruf um Fackeln und um Zuleitung eines Spritzenschlauches verhallte fruchtlos. So schritten wir denn, so gut es eben unter den gegebenen Verhältnissen möglich war, zu unserer Arbeit .... wir begannen mit der Hervorziehung der einzelnen Körper. Mittlerweile kamen auch einige Wachleute mit brennenden Fackeln. Welch’ jämmerlicher Anblick! .... Es war entsetzlich! .... Herzerschütternd und herzzerreissend! Die Menschen waren über einander mit dem Vordertheile ihres Körpers nach abwärts, mit dem unteren Theil nach oben gerichtet und sie lagen über einander und unter einander .... Hie und da bemerkte man das Zucken eines Gliedertheiles, ein Zucken einer Hand, das Zittern eines Fusses, es schien in dem einen oder in dem anderen noch Leben vorhanden zu sein.

Wir wollten nun naturgemäss an die Rettung dieser Menschen schreiten, von denen man die, wenn auch nur leise Vermuthung haben konnte, dass sie sich noch am Leben befänden ... es war vergeblich. Bei dem ersten Versuch zeigte sich, dass die Last, die über diesen noch zuckenden Körpertheilen ruhte, dass die Last der oben aufliegenden Menschenmassen nur das entgegengesetzte Resultat liefern würde, dass man die Körpertheile nämlich durch gewaltsames Hervorziehen förmlich zerreissen müsste. Wir schritten somit zur «Bergung», d. h. zur Beseitigung der obenaufliegenden Personen und unseren Anstrengungen war es in einem Zeitraume von einer halben Stunde bereits gelungen, siebenundachtzig Leichen über die Stiege hinab in den Hofraum der angrenzenden Polizeidirection zu schaffen. Soweit meine Kräfte reichten, habe ich selbst mehr als ein Dutzend Leichen hinabgetragen. Hiedurch war die Stiege bis zum Schnürboden — so weit mussten wir vordringen trotz des dichten Rauchqualmes und der furchtbaren Hitze — freigemacht.

Die vorgefundenen Körper erschienen fast alle äusserlich unversehrt und nur zum kleinen Theile durch Hautabschürfungen und Contusionen entstellt. In den oberen Partien der Stiege, in der Nähe des Schnürbodens nämlich, fanden wir die Leichen vollkommen geschwärzt. Die Art und Weise, wie diese Leichen da über einander gethürmt lagen, die Stellung der Arme und der Beine gaben Zeugniss von dem Grade des Todeskampfes, den diese armen Menschen gekämpft haben müssen .... Der letzte Leichnam, den wir fanden, war ein weiblicher. Die Person lag mit dem Oberkörper nach abwärts, der fast unversehrt war, die Beine jedoch und die Bekleidung waren verbrannt .... Hinter diesem Leichnam, zum Theile schon begraben vom glimmenden Schutt, lagen noch drei grösstentheils schon verkohlte Körper, von deren Kleidung nichts mehr wahrzunehmen war. Ueber diese Leichname hinweg schritt ich noch ungefähr fünf Stufen .... ein weiteres Vordringen war unmöglich. Der Dachstuhl brannte mir lichterloh entgegen, nutzlos wäre es gewesen, noch nach weiteren Leichen zu forschen; man konnte, wie die Situation sich darstellte, doch nur mehr verkohlte Körper vorfinden, die nicht einmal mehr zu einer Agnoscirung geeignet gewesen wären.

Unten angelangt, war mein Erstes, zu fragen, ob die gleichen Arbeiten, wie ich sie mit meinen jeder Todesgefahr spottenden muthvollen Genossen hier auf der rechten Partie des brennenden Hauses unternommen, auch auf der linken Seite in Angriff genommen worden seien. Ich hörte zu meinem Entsetzen, dass in der grenzenlosen Verwirrung im ersten Augenblicke Niemand daran gedacht; jetzt das Gleiche auch hier zu thun, wäre aber eine vergebliche Mühe gewesen, da das Feuer rascher als auf der rechten Seite den linken Tract erfasst hatte.» —

Wahrlich hatte Graf Lamezan recht. Man arbeitete allerorts mit vielen Anstrengungen, aber das Werk ist wenig lohnend, denn nur Todte und immer Todte sind der Preis schwerer gefahrvoller Arbeit. In wenigen Stunden wurden aus dem brennenden Theater 144 Leichen entfernt und in den Hof der nur wenige Häuser weit entfernten k. k. Polizei-Direction getragen, woselbst sie bis zu deren Ueberführung in das k. k. allgemeine Krankenhaus aufbewahrt blieben.