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Ernst Koch's Gedichte / Aus dessen Nachlasse gesammelt und herausgegeben von einem Freunde des Verstorbenen cover

Ernst Koch's Gedichte / Aus dessen Nachlasse gesammelt und herausgegeben von einem Freunde des Verstorbenen

Chapter 37: Die Natur.
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About This Book

The volume assembles poems from the poet's posthumous papers, accompanied by a friend’s editorial introduction and a biographical sketch outlining his upbringing in Hesse, university studies, legal and administrative service, turbulent years in foreign military service and conversion to Catholicism, and later career in Luxembourg as a civil servant and teacher. The poems reflect his lyrical voice shaped by personal hardship, travel, and religious and domestic concerns; the collection also includes shorter prose pieces and notes that illuminate the stages of his creative life and the circumstances of his late work.

Die Natur.

Ist auch der Mensch voll Tück’ und Lügen

Ist doch die Erde wunderschön!

Und grinst der Haß aus Menschenzügen,

Die Liebe lacht von Thal und Höh’n.

Wie bist Du sanft, Du stiller Frieden,

In dem die Erde grünt und blüht,

So fern von allem Schmerz geschieden,

Der in der Brust des Menschen glüht!

Wie bist Du sanft, Du Lied im Haine,

Du Zephyr, der die Aeste wiegt,

Du Grün der Saat im Abendscheine,

Du Blau, das auf den Bergen liegt!

Nimm Du mich auf mit Deiner Liebe,

Mit Deinem Frieden Du, Natur,

Wenn auch kein Herz auf Erden bliebe,

Er hätte Trost, bliebst Du ihm nur!

Das Deine schlägt so warm und ewig,

Und seiner Reinheit sich bewußt,

Natur, Du heil’ge, in Dir leb’ ich,

Und ruh’ im Tod’ an Deiner Brust. –