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Erzgebirgisches Wanderbuch / 148 Ausflüge und Wanderungen in die Umgebung von Chemnitz und das Erzgebirge cover

Erzgebirgisches Wanderbuch / 148 Ausflüge und Wanderungen in die Umgebung von Chemnitz und das Erzgebirge

Chapter 14: 3. Siegmar – Pelzmühle (¼ Std.) – Bad Grüna (½ Std.) – Totenstein (½ Std.) – Tannenmühle (¾ Std.) – Wüstenbrand (¾ Std.).
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About This Book

The guide presents 148 walking excursions and routes around Chemnitz and the Ore Mountains, organized by region and accompanied by a colored overview map and a plan of the Zeisigwald. It offers short, half-day, day and multi-day itineraries with distances and estimated walking times calculated at about 4–4.5 km/h, plus practical notes on access, trail sequences and local conditions. A foreword gives planning advice—suggesting evening visits to starting points, accounting for limited railway service, and avoiding firm inn recommendations—and the text includes indexes and illustrations to aid navigation.

3. SiegmarPelzmühle (¼ Std.) – Bad Grüna (½ Std.) – Totenstein (½ Std.) – Tannenmühle (¾ Std.) – Wüstenbrand (¾ Std.).

Wanderzeit: 3 Std.

Ausgangspunkt: Gasthof Siegmar.

Vom Gasthaus Siegmar zur Pelzmühle siehe Wanderung 2 a. Am Pelzmühlenteich rechts vorbei, den Feldweg zur Straßenkreuzung. Die Häuser links lassend, die Straße weiter in den Wald. Den Weg zeigt uns ein Wegweiser mit der Aufschrift »Sanatorium«. Hinauf bis zur Bahn, dann links zur Naturheilanstalt Bad Grüna. Am Gartenzaun aufwärts, unter der Eisenbahnbrücke der Linie Limbach–Wüstenbrand hinweg. Dem Wegweiser »Josefaturm« folgen. Oben auf der Straße angekommen, gehen wir links zum Aussichtsturm auf dem 479 m hohen Totenstein.

Der Name ist jedenfalls eine Verstümmelung aus Taubenstein, da man ohne wesentliche Erfolge dort nach Erzen grub und nur »taubes Gestein« fand. Daß hier die Richtstätte der Rabensteiner Herrschaft gewesen soll, gehört wohl in das Gebiet der Sage, die den Ort auch mit allerlei gruseligen Geschichten umgeben hat. Der Turm ist nur an den Sonntagen des Sommerhalbjahres geöffnet, Wochentags muß man den Schlüssel im Bad Grüna mitnehmen. Hinter dem Turme befindet sich an zwei vergitterten Stellen Leuchtmoos. Der Turm ist vom Erzgebirgsverein Limbach erbaut und nach der Prinzessin Josefa, der Tochter des Königs Georg und als Gemahlin des Erzherzogs Otto von Oesterreich die Mutter des letzten Kaisers von Österreich, benannt. Er steht genau nach den Himmelsrichtungen und bietet eine sehr lohnende Aussicht. Gelegenheit, Erfrischungen zu kaufen, gibt es nur Sonntags. Vom westlichen Felsvorsprung hübsche Aussicht nach Pleißa-Limbach.

Verschiedene Wegetafeln geben die Entfernungen nach einigen Orten an. Wir folgen dem »Nach der Tannenmühle, 30 Minuten«, man kann aber 45 Minuten rechnen. Die Wegemarkierung unseres Weges ist rot-gelb. Auf der Straße weiter bis zu der von links kommenden Straße Pleißa–Wüstenbrand und auf dieser rechts hinauf bis zum Wegweiser »Tannenmühle«. In kürzester Zeit erreichen wir die Tannenmühle, eine ehemalige Mahlmühle, jetzt Landgasthof. Die Mühlsteine sind in das Gebäude eingemauert.

Zurück auf die Straße und auf dieser in ¾ Stunde bei reicher Aussicht nach Wüstenbrand.

Dorf mit etwa 1800 Einwohnern. Im Osten erhebt sich über dem Orte der Heidelberg mit dem am Südabhange gelegenen Laubwäldchen. Dieses hat der Ortsverein durch Anlegung von Spazierwegen und Aufstellen von Ruhebänken zu einem hübschen Park umgestaltet. Auf der Höhe des Berges hat er einen eisernen, 22 m hohen Aussichtsturm, den Königin-Carolaturm, erbauen lassen, von dem aus ein guter Überblick über das terrassenförmig sich aufbauende Erzgebirge von Norden her ermöglicht ist. Das Panorama reicht von den Höhen des Vogtlandes bis zur Gegend von Marienberg. Am Fuße des Berges, drei Minuten vom Turm, liegt das Gasthaus »Zum Kronprinz«.

Von Wüstenbrand mit der Bahn nach Chemnitz zurück.