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Fechsung

Chapter 120: DER SCHIGAN
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

DER SCHIGAN

Jeder Mensch hat irgend einen anderen schrecklichen, ihm eigentümlichen Schigán (fixe Idee). Auf diesen Rücksicht zu nehmen heißt man Freundschaft! Ich halte es für eine tiefere Freundschaft, dieses krankhafte wuchernde Gewebe der Seele zu zerstören! Aber das nennen sie dann „herzlos“. „Weshalb sagen Sie mir, daß die von mir wenn auch unglücklich verehrte Frau häßliche plumpe Hände habe?!“

„Um Sie zu heilen!“

„Aber das ist ja noch schrecklicher, eine Person mit so häßlichen plumpen Pratzen dennoch so gern haben zu müssen!?!“