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Fechsung

Chapter 128: ALMOSEN
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

ALMOSEN

Das Leben ist ziemlich kurz im ganzen. Und das, was sich einer unentrinnbar ersehnt von einer — — — weshalb verweigert sie es ihm?!? Ich gebe zu, sie habe kein besonderes Vergnügen davon — — — aber man hat auch kein besonderes Vergnügen davon, einem frierenden Bettlerkinde Geld zu schenken! Man muß in die Tasche greifen, das Portemonnaie öffnen und etwas suchen, was noch keine Krone ist, sondern höchstens zwanzig Heller! Und dennoch tut man es hie und da. Aus Schamgefühl vor sich selbst!

Aber die Frauen, die wir liebhaben, haben eben kein Schamgefühl!