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Fechsung

Chapter 150: PRODROMOS
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

PRODROMOS

Ein Riesenhai, 4½ m lang, 700 kg schwer, kam zum Haidoktor und beklagte sich über furchtbare Schmerzen in der Magengegend. Der Haidoktor operierte ihn und fand im Magen rechts unten den Stiefel eines siebenjährigen Kindes und eine Batist-Frauenunterhose. „Habe ich nicht immer in meinen berühmten Büchern davor gewarnt, angezogene Menschen zu verspeisen, da Lederstiefel und Wäsche eine Gefahr für den Verdauungsapparat bilden des zarten Haimagens?! Ich pries euch hundert- und hundertmal den völlig nackten badenden Menschen an! Aber ihr wollt nicht lernen!

Der nackte badende Mensch ist leichtverdaulich, hinterläßt keine ‚schädlichen Rückstände‘.“

„Herr Doktor,“ sagte der Riesenhai, „die Begierde hat mich hingerissen! Als ich die junge Frau und das Kind erblickte, vergaß ich auf die unverdaulichen Stiefel des Kindes und auf die Unterhose der jungen Frau!“

„Mein junger temperamentvoller Freund, diesmal habe ich Sie noch herausgerissen; aber lieber hungern und auf Leichtverdauliches warten als etwas Schwerverdauliches wegen eines momentanen Lustgefühles hinunterschlingen!“