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Fechsung

Chapter 163: GEDICHT DER LIOSCHKA
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

GEDICHT DER LIOSCHKA

Roter Stadl.
„Graue kahle schlanke Birken, Märzende, ich grüße euch!
Ich gönne den Fremden nicht diesen melancholischen Anblick — — —.
Ach, sie schauen ja sowieso nicht zu euch hin, geliebte Bäume,
die ihr in den blauen kühlen Himmel vielverästelt hineinragt!
Mir gehört ihr allein, mir, und selbst die Vögel warten auf euch erst,
bis ihr grün seid! Bis ihr zum Nestbau taugt!
Mir gehört ihr, mir, zu allen Zeiten des Jahres,
und wenn man euch zersägt und fällt und zerschneidet,
werde ich auf euren bleichen gelben Stümpfen kauern,
und nichts denken, nichts fühlen, sondern trauern!“

*

Sie sagte: „Der ‚Rote Stadl‘ ist mein Hauptprüfungsgegenstand, er ist die Matura des Liebenden! Je nachdem einer sich dort benimmt, hab ich ihn gern oder verachte ihn!“