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Fechsung

Chapter 165: DIE KUNDSCHAFT
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

DIE KUNDSCHAFT

„Herr von Altenberg, was verschafft mir die Ehre, womit kann ich dienen, was is denn schon wieder passiert, Sie schaun so aufgeregt drein!?“

„Der Rahmen ist von selbst aus dem Leim gegangen!“

„Von selber?! Sie werden halt recht damit herumg’haut haben, ein nervöser Mensch, ein Dichter!“

„Herumgehaut?! Mit einem Bilderrahmen, der an der Wand hängt?!“

„No an der Wand is er nicht von selber g’sprungen! Da muß man schon bissel mithelfen, so ist das nämlich nicht!“

„Was kostet die Reparatur?!“

„Ah, zahlen wollen’s?! Was sie kost? Gar nix kost’ sie. So a schlamperter Arbeiter, laßt ihn net langsam trocknen, nur immer gleich abliefern, abliefern — —.“