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Fechsung

Chapter 173: JAUSE
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

JAUSE

Jausengespräch zweier junger bildhübscher Dienstboten im fünften Stock auf dem düsteren Gang vor meinem geliebten lichten Zimmerchen:

„Jessas, an schönen noblen Kehrbesen habt’s ihr da oben! Unserer unten in der Kaffeeküche, der schaut aus! Wie a g’rupftes Hendel!“

„I schenk Ihnen meinen! Der Peter kauft mir an anderen!“

„Was für ein Peter?!“

„No der Peter. Der Peter Altenberg. Er is ein Schmutzian, das heißt er hat nebbich nichts, aber für solche praktische Arbeitssachen hat er ein Herz. Sie, der Mensch hat Ihnen einen Abstauber für die Wandphotographien, von lauter grauen jungen Straußfedern, fünf Kronen hat er gekostet!“

Den möcht ich haben. Der muß ja wunderbar wischen!“

„Ja, den gibt er net her. Hundertmal hab ich ihn schon darum angebettelt! Er hat g’sagt: „Im Testament!“ Aber der lebt uns noch zehn Jahr. Solche Leut, die gar nix zu arbeiten haben als dös bissel dichten, die san zach!“