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Fechsung

Chapter 181: LABEDAMEN
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

LABEDAMEN

Wir haben nichts dagegen, daß die feinen Damen uns laben. Aber der Schlaf ist uns doch noch wichtiger und wertvoller! Man weckt uns liebevollst aus dem heiligen Regenerationsschlummer, um uns fade Limonaden oder angeblich stärkende Getränke zu verabreichen. Mit Respekt zu sagen, wir sch., pfeifen auf alles! Nur Ruhe, Ruhe, Ruhe, Schlaf! Die Damen wollen uns beweisen, daß sie für uns besorgt sind?! Wenn sie uns, zu Tode Erschöpfte, ganz in Ruhe lassen möchten, dadurch bewiesen sie es uns! Eventuell noch durch hingestellte zehntausend Zigaretten! Niemand versteht den Kranken! Am allerwenigsten der Gesunde! Er ist nämlich zu gesund dazu! Wir brauchen den Bruder des uns nahen Todes, den Schlaf!