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Fechsung

Chapter 182: DIE JUNGE GATTIN
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

DIE JUNGE GATTIN

Frau Ernst gewidmet.

Immer rekonstruiere ich mir wieder
seine Leiden — — — wie er dalag auf finsterem
kaltem nassem Felde,
mit seiner Schußwunde!
Weshalb tue ich es?!?
Um nicht die Qual zu haben, ruhig zu werden,
obzwar die schwache armselige Seele nach
Beruhigung drängt!
Wenn er aus seiner Ohnmacht erwachte,
dachte er an mich. Nein, er dachte:
„Wann, wann wird jemand kommen, mich verbinden?!“
Dem fremden Retter harrte er entgegen.
Als keiner kam, da dachte er an mich!
O sei gesegnet, Schicksal,
daß ich wenigstens einen Augenblick lang
ihm noch etwas war!