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Fechsung

Chapter 187: DAS BRAUNE SEIDENWEICHE MUTTERMAL
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

DAS BRAUNE SEIDENWEICHE MUTTERMAL

Sie hatte auf ihrem herrlichen weißen Unterarme ein großes braunes, flaches, mit seidenen Härchen besponnenes Muttermal. Jemand sagte: „Befürchten Sie nicht, daß es dennoch irgend einmal irgend jemand abschrecken könnte?!“ „Im Gegenteil, es ist mein Talisman, ich trage absichtlich immer offene kurze Ärmel, damit der abgeschreckt werde, der sich dadurch abschrecken läßt!“

Einer sagte: „Siehst du, und gerade das gefällt mir an dir am besten!“

„Besser als meine wunderbaren Augen?!“

„Viel, viel besser! Denn mit den Augen ziehst du alle Kerls an, aber damit ist doch wenigstens die Möglichkeit vorhanden, daß einige abfallen!“