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Fechsung

Chapter 188: JAPAN
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

JAPAN

Ich bin natürlich gegen die Japaner, sie haben mich als Menschen enttäuscht, aber nicht als Klein-Künstler! So ergeht es nämlich auch vielen bei mir. Niemand hält eben in seinem Alltäglichen, was er in seinem Feiertäglichen verspricht! Ich besitze in meinem Zimmerchen eine japanische dreistöckige Etagere aus braunem und gelbem Bambus.

Sie ist so zart und fein zusammengeflochten wie irgendeine besondere Pflanze von Natur aus. Ich liebe sie, trotzdem sie von den jetzt verhaßten und verachteten Japanern herstammt. So sollte man in allen, in allen Dingen sein! Selbst die Hände und Füße derjenigen noch bewundern können, die uns mit Herrn B. v. G. betrogen hat! Und so mit Menschen, pardon, mit Männern, mit Staaten, mit Nationen! Der Kreuzotter schwarzgraue Schuppenhaut noch bewundern können, während sie uns tödlich sticht!

Was ich außerdem über diesen Krieg als Dichter zu sagen habe?! Bis 1. Dezember 1914 habe ich in meinen neuen Skizzen alles gesagt. Bin selbstverständlich weder Historiker noch Kriegsberichterstatter, Gott sei Dank!