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Fechsung

Chapter 190: GESTÄNDNIS
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

GESTÄNDNIS

„Herr Peter, verleitet, verführt durch Ihren ungezogenen Freundeskreis, der direkt sich darauf etwas einbildet, Sie schlimm behandeln zu dürfen, das heißt Ihre universale Gutmütigkeit zu mißbrauchen, habe ich selbst hie und da mir leider einen ironischen frechen Ton erlaubt, den ich jetzt eigentlich sehr bereue!“

„Sehen Sie, mich haben Sie dabei nie verletzt, gedemütigt! Sondern nur Ihre junge zarte wunderbare Gattin!“

„Wieso diese?!“

„Weil ich mir immer und jedesmal habe sagen müssen, was muß das doch eigentlich für eine demütig-schwächliche Sklavin sein, die ihrem Gatten nicht einmal die Achtung vor einem alten Dichter hat beibringen können, die sie selbst besitzt!“