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Fechsung

Chapter 201: BANNFLUCH
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

BANNFLUCH

Hinauf kommen wollen, heraus, aus den Niederungen, den Sümpfen, seelisch-geistig, das ist alles! Man muß deshalb nicht gleich Klosterschwester werden, aber immerhin, wenn auch in dieser heiligen reinen friedlichen Klosterzelle seiner faden Stube! Der Mann ist der Schandbube, ist der Mörder der Frauenreinheit! Daß sie selbst aber die Gefahr, die Erniedrigung nicht sofort erkennt, spürt, wittert, ahnt, riecht, ist ihre Hurennatur! Was dir geschieht an Leid, an Demütigung, o Fraue, und seiest du erst fünfzehn Lenze jung, ist deine Schuld, und dein Verbrechen! Würde, adeliger Stolz, wirft jeden Wüstling reuig zu deinen Füßen nieder! Verführt wird nur die, die zum geraden Wege ohnedies nie taugte! Besser also eine gute Hure als eine verlogene Anständige! Zeige dich wenigstens ehrlich in deinem Schuppenpanzer, Echse! Hexe!