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Fechsung

Chapter 29: BRIEF AN GRETE WIESENTHAL, DIE TÄNZERIN
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

BRIEF AN GRETE WIESENTHAL, DIE TÄNZERIN

Schone deinen Verdauungsapparat, dieses Zentrum deiner Lebensenergien, aus freier Entschließung, wie eine kranke Wöchnerin es notgedrungen tun muß — — — und du wirst leicht und beweglich, fliegend und schwebend, tanzend und jauchzend bleiben!

Hilf nach mit dem heiligen Purgiermittel: Rhamnin, Cortex Rhamni Frangulae, ein Eßlöffel voll vor dem Frühstück!

Idealer Ersatz für jedes kalte Bad: Menthol-Franzbranntwein, in großem Zerstäuber, auf den ganzen Leib gestaubt wie Regenschauer. Abends vor dem Schlafengehen, morgens beim Erwachen!

Armheben, dann nach abwärts, und heben seitwärts hinauf, im Tempo des schleunigen Versaglieri-Marsches, zu Klavier, Klarinette und kleiner Trommel (Sousa-Märsche!).

Das Tanzturnen!

Vorwärts! Rasch! Präzise! Wie die Maschinengewehre rattern, ră—tā!

Ihr ergebener Peter Altenberg.

p. s. man wird Tänzer durch Turnen! Durch Tanzen allein nie!