WeRead Powered by ReaderPub
Fechsung cover

Fechsung

Chapter 33: CAFÉ CAPUA
Open in WeRead

Explore more books like this:

About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

CAFÉ CAPUA

(Ein Gespräch mit einer süßen Amerikanerin)

„Peter, warum heißt das Café von meine berühmte Mann, Arkitekt Loos, Cäpüä?!?“

„Das kann man nicht erklären!“

„Old idiot!“

„Als nämlich die römischen Legionen — — —“

„Peter, don’t be foolish, what’s that, Legionen?!“

„Hööö — — — die Soldaten, die Offiziere — — —.“

„Ah, the officers — — —!“ Das verstand sie.

„Als die römischen Offiziere in Cäpüä zu lange verweilten — — —.“

„Peter, idiot, what’s that ‚verweilten‘?!“

„They were staying there too long time — — —.“

„Aha!“

„wurden sie unfähig — — —.“

„What’s that ‚unfähig‘?!“

„They could not more — — —.“

„Aha!“

„They could not more go in the war, sie konnten nicht mehr in den Krieg ziehen!“

„Wat’s for connex with the coffeehouse of my grand Dolf?!?“

„Wer dort sitzt, fühlt sich so wohl, daß er nicht mehr kann gehn anderswohin!“

„Ah, my Dolf is de greßte Arkitekt von de ganze Welt!“

„Zerspring!“