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Fechsung

Chapter 41: VANITAS
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

VANITAS

O Mann, falls du einer bist,
sage niemals: „Ich werde geliebt!“
Sage immer nur: Ich liebe!
Das erstere überlasse der zarten Frau, dem Walde und der Rose!
Sie sind vorhanden, um, schweigend, geliebt zu werden!
Du aber liebe! Das sei deine Kraft, dein Stolz!
Und wenn du Gegenliebe findest,
so sei es nur gleichgültiges Echo deiner Weltposaune!
Auch ohne Echo bist du es!