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Fechsung

Chapter 42: STÄNDCHEN
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

STÄNDCHEN

An Paula S.

Wenn du bei mir bist,
denke ich nur an alle anderen!
Wie schrecklich es nämlich mit ihnen war, wie
dumm, verlogen und wie überflüssig!
Du allein spürst es, wie ich den „Talhof“ liebte,
Reichenau, den Schneeberg, Gmunden, die Dolomiten,
Semmering, du spürst es,
machst es gleichsam mit, in mir, in dir,
und in der Welt realer Träumereien!
Du spürst es, daß du mir bist wie ein Extrakt
von allem diesem Schönen,
das ich in vielen Jahren, fern von dir, erlebt!
Ich habe es erlebt, um es von neuem mit dir,
in dir und durch dich zu erleben!
Und so erlebst du’s noch einmal mit mir, ohne
es je gesehn zu haben ...