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Fechsung

Chapter 50: SPLITTER
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

SPLITTER

Gespräch meines Zimmerkellners mit dem Küchenmädchen über meine letzten Aphorismen. Er: „Wenn man nur wüßt, wo der Mensch diese Einfälle alle hernimmt!?“ Sie: „Er hat doch den ganzen lieben Tag nix anderes zu tun!“

*

Bekenntnis einer schönen Seele: „Das peinlichste in der Welt ist, wenn man an einem Mann gar nichts auszusetzen hat und sich doch mit ihm tödlich langweilt!“

*

Die Liebe: Ich habe für eine bestimmte junge Künstlerin eine direkt mystische Verehrung. Ich habe daher mein allerschönstes P.-A.-Kollier, Glas, Holz, Seide, arbeiten lassen und werde es ihr zum Selbstkostenpreis überlassen!

*

Es gibt Damen, die im „Tabarin“ etwas ganz Besonderes sich erhoffen. Das sind „Drah-Dilettantinnen“. Zum „Drahn“ gehört vor allem die langjährige gute Erziehung, vom Leben sich nichts Besonderes zu erwarten!

*

Die kleine Philosophin:

„Mit die Champagnerwurzen is es wirklich ganz merkwürdig. Einmal kommen dir drei auf einmal, und einmal wieder kommt gar keiner. Und dann kommt dir einer, der kein Geld hat. Und grad der wär so nett, wann er a Geld hätt! Und grad so aner hat dir kans!

Ergebenst Finerl.“