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Fechsung

Chapter 68: DER VORFRÜHLING
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

DER VORFRÜHLING

Plateau des Hoch-Schneeberges. 2° über Null.

Der Schnee fällt als Regen herab.

In den Bergföhren singt der Sturm.

Das Elisabethkirchlein leuchtet weiß.

Die grauen Schneehalden werden weich und schimmern naß. Ihr Ende ist gekommen. Sie werden dahinschwinden, in das kurze Gras einsickern.

Man hämmert und klopft in den Schutzhütten.

Die Tragesel hiaaaen und die Hunde bellen freudiger.

Eine Lawine donnert zu Tal, wie der technische Ausdruck lautet.

Im Tale rinnen tausend Bächlein den Flüssen zu.

Kinder finden erste Frühlingsboten, und die Guvernanten fürchten sich vor Husten und Schnupfen für ihre Lieblinge.

Im Hochgebirge ist noch tiefer Winter.

Der Bauer steht da, ängstlich und ergeben zugleich, erhofft sich ein günstiges Schicksal!

Frau K. sagt zu dem Oberleutnant: „Fahren wir hinaus, in die Gelände, ich glaube, es beginnt schön und warm zu werden ——.“