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Fechsung

Chapter 71: PLAUDEREI
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

PLAUDEREI

Habt ihr das schon bemerkt, nein, ihr habt es nicht bemerkt?! Wenn eine geliebte, scheinbar sanfte Frau sich frisiert, sich die Haare waschen läßt, sich anzieht oder speist, bekommt sie einen ganz anderen Gesichtsausdruck. Sie läßt sich gehen, die Komödie hat ein Ende. Selbst mit dem Arzt, dem Schneider, dem Schuhmacher, dem bedienenden Kommis im Geschäfte, ist sie noch ein komödiantenhaftes Weibchen, denn immerhin, es sind noch Männer, wenn auch nicht solche, die man zu täuschen braucht! Aber beim Waschen, Essen, Haaremachen, Anziehen, bricht die schamlose egoistische Bestie hervor und prägt dem Antlitz seine infernalen Siegel auf!

Man sollte sie bei noch viel intimeren Beschäftigungen zu beobachten die Gelegenheit haben, um es zu erfahren, wie nichtig und unwichtig sie eigentlich, unbeobachtet, sind!