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Fechsung

Chapter 89: DER LETZTE WILLE EINES DEUTSCHEN PRINZEN
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About This Book

Eine Sammlung kurzer Eindrücke, Aphorismen und Essays, die persönliche Beobachtungen über Stadtleben, Liebe, Kunst, Theater, Gesundheit und Alltag verbindet. Die Stücke wechseln zwischen lakonischen Bonmots, fragmentarischen Erinnerungen und kurzen Briefen und reflektieren über zwischenmenschliche Beziehungen, ästhetische Erfahrung, Körperpflege und Diätetik sowie Kriegserlebnisse und philosophische Gedanken. Häufig treten ironische Pointierung und sensible Beobachtung nebeneinander, wobei Alltagsszenen, Porträts bekannter Orte und polemische Bemerkungen ein dichtes Kaleidoskop entstehen lassen. Die Form ist impressionistisch und episodisch, ohne durchgehende Handlung; Stimmung und Stimme des Autors schaffen den inneren Zusammenhalt der Texte.

DER LETZTE WILLE EINES DEUTSCHEN PRINZEN

Prinz Ernst von Sachsen-Meiningen nach seiner tödlichen Verwundung.

Berlin, 14. September. (Privattelegramm.) Der jüngst gefallene Prinz Ernst von Sachsen-Meiningen schrieb nach der tödlichen Verwundung, die er erlitten, auf einen Notizblock:

Bestattet mich nicht in der Fürstengruft, sondern gemeinsam mit tapferen Soldaten in der Stadt. Ein einfaches Kreuz darauf — dies genügt für Deutschlands Söhne.