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Gedichte

Chapter 10: SEELENGLUT
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About This Book

A sequence of introspective lyric poems examines inner confinement and spiritual malaise through recurring motifs of glass, greenhouse, moonlight, lilies, and stifling warmth. Vivid imagery evokes paralytic longing, fevered temptation, fragile prayer, and scenes of illness and nocturnal vision, while alternating between devotional supplication and surreal natural metaphor. The poems map a psyche oscillating between melancholic stasis and faint luminous yearning, favoring atmospheric symbolism and concentrated sensory language over plot to explore remorse, desire, and the fragile boundary between dreaming and waking.

Ihr Augen mein, von Finsternis erleuchtet,
Die alle meine Süchte überwand!
Das Herz, das allen Träumen offen stand
In Nächten, da die Seele Schweiss befeuchtet!
Ich hab' die Rosen der verdorrten
Erwartungen versenkt in mein Gemüt,
Und meine Wimpern schlossen ihre Pforten
Über den Wünschen, die umsonst geglüht.
Allabendlich tun meine ohnmachtsstarren
Und bleichen Finger ab das Glockenglas
Der grünen Hoffnung von dem dürren Gras
Der Dinge, die nicht sind und die nicht waren.
Und meine matte Seele lauscht mit Beben
Den Traumesworten, die die Lippe spricht
Im Flor der Lilien, die mich umgeben;
Und meines Herzens Finsternis wird Licht! ...