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Gedichte

Chapter 20: SEHNEN IM WINTER
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About This Book

A sequence of introspective lyric poems examines inner confinement and spiritual malaise through recurring motifs of glass, greenhouse, moonlight, lilies, and stifling warmth. Vivid imagery evokes paralytic longing, fevered temptation, fragile prayer, and scenes of illness and nocturnal vision, while alternating between devotional supplication and surreal natural metaphor. The poems map a psyche oscillating between melancholic stasis and faint luminous yearning, favoring atmospheric symbolism and concentrated sensory language over plot to explore remorse, desire, and the fragile boundary between dreaming and waking.

Ich weine über Lippen ohne Farben,
Auf denen keine Küsse je geboren,
Und über Wünsche wein' ich, die verloren
In hingemähten Traurigkeiten starben.
Und immer ist der Himmel regenblass,
Und immer deckt der Schnee die Meeressäume.
Und Wölfe sind gelagert in das Gras
Vor der geschlossnen Schwelle meiner Träume.
In meine matte Seele, ganz verschwommen
Von fernen Tagen, ist ihr Blick gesenkt;
Sie sehn sie von der Lämmer Blut getränkt,
Die eines Tags im Eise umgekommen.
Und endlich tritt der Mond hervor
Und starrt mit seinem Strahl, dem trübsalschweren,
Darin des Herbstes welkes Laub gefror,
Auf all mein krankes, hungerndes Begehren.