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Gedichte

Chapter 48: XII
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About This Book

A sequence of introspective lyric poems examines inner confinement and spiritual malaise through recurring motifs of glass, greenhouse, moonlight, lilies, and stifling warmth. Vivid imagery evokes paralytic longing, fevered temptation, fragile prayer, and scenes of illness and nocturnal vision, while alternating between devotional supplication and surreal natural metaphor. The poems map a psyche oscillating between melancholic stasis and faint luminous yearning, favoring atmospheric symbolism and concentrated sensory language over plot to explore remorse, desire, and the fragile boundary between dreaming and waking.

XII

Ihr habt die Lampen angezündet
Und im Garten liegt Sonnenschein!
Ihr habt die Lampen angezündet:
Durch die Spalten seh' ich den hellen Schein.
Tut auf die Türen und lasst ihn ein!
— Die Schlüssel der Türen sind verloren,
Wir müssen warten und uns gedulden;
Die Schlüssel fielen von Turmes Rand.
Wir müssen warten und uns gedulden,
Bis andre Tage kommen ins Land ...
Andre Tage öffnen die Türen,
Deren Riegel sich jetzt nicht rühren.
Der Wald, der hütet sie gut.
Des welken Laubes Feuerglut,
Die brennt auf der Schwelle der Türen ...
— Die anderen Tage sind voller Müh',
Die anderen Tage fürchten sich auch,
Die anderen Tage kommen nie,
Die anderen Tage sterben wie sie,
Und wir, wir sterben auch ...