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Gedichte

Chapter 5: TREIBHAUSSTARRE
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About This Book

A sequence of introspective lyric poems examines inner confinement and spiritual malaise through recurring motifs of glass, greenhouse, moonlight, lilies, and stifling warmth. Vivid imagery evokes paralytic longing, fevered temptation, fragile prayer, and scenes of illness and nocturnal vision, while alternating between devotional supplication and surreal natural metaphor. The poems map a psyche oscillating between melancholic stasis and faint luminous yearning, favoring atmospheric symbolism and concentrated sensory language over plot to explore remorse, desire, and the fragile boundary between dreaming and waking.

Die blaue Starre, ach, im Herzen immer!
Und dieses allzuklare Schauen
Von meinen Träumen, meinen sehnsuchtsblauen,
Im tränenfeuchten Mondenschimmer!
O Starre, wie das Treibhaus blau,
Die tiefen, grünen Scheiben fest verschlossen,
Das Glas von Mondlicht übergossen,
Und nur der Blick durchdringt den Bau,
Sieht draussen Wälder riesenhaft
In nächtlichem Vergessen in den Raum
Aufragen, unbeweglich wie ein Traum,
Der auf den Rosen liegt der Leidenschaft.
Und langsam steigt ein Wasserstrahl,
Darin zu einem ew'gen grünen Weinen
Der Himmel und das Mondenlicht sich einen,
Und wie im Traum eintönig ist sein Fall.