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Gedichte

Chapter 50: XIV
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About This Book

A sequence of introspective lyric poems examines inner confinement and spiritual malaise through recurring motifs of glass, greenhouse, moonlight, lilies, and stifling warmth. Vivid imagery evokes paralytic longing, fevered temptation, fragile prayer, and scenes of illness and nocturnal vision, while alternating between devotional supplication and surreal natural metaphor. The poems map a psyche oscillating between melancholic stasis and faint luminous yearning, favoring atmospheric symbolism and concentrated sensory language over plot to explore remorse, desire, and the fragile boundary between dreaming and waking.

XIV

Die drei Schwestern wollten sterben,
Setzten auf die güldnen Kronen,
Gingen sich den Tod zu holen.
Wähnten ihn im Walde wohnen:
»Wald, so gib uns, dass wir sterben,
Sollst drei güldne Kronen erben.«
Da begann der Wald zu lachen
Und mit einem Dutzend Küssen
Liess er sie die Zukunft wissen.
Die drei Schwestern wollten sterben,
Wähnten Tod im Meer zu finden.
Pilgerten drei Jahre lang.
»Meer, so gib uns, dass wir sterben,
Sollst drei güldne Kronen erben.«
Da begann das Meer zu weinen,
Liess mit dreimal hundert Küssen
Die Vergangenheit sie wissen.
Die drei Schwestern wollten sterben,
Lenkten nach der Stadt die Schritte;
Lag auf einer Insel Mitte:
»Stadt, so gib uns, dass wir sterben,
Sollst drei güldne Kronen erben.«
Und die Stadt tat auf die Tore
Und mit heissen Liebesküssen
Liess die Gegenwart sie wissen.