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Gedichte

Chapter 103: Ein Freudentag.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Ein Freudentag.

Jaja, ich hab’ mir ’ne Pfeife gekauft,
Eine Tabakspfeife von Ton!
Ja, Weibchen, ja: der Sparsamkeit
Und aller Vernunft zum Hohn!
Haha, ich hab’ mir ’ne Pfeife gekauft,
Eine stattliche Pfeife von Ton,
Wie sie Mynheer van Holland raucht,
Der reiche Zuckerbaron!
Ja lache nur, Weib, du hast ganz recht:
Ich rauch’ überhaupt keine Pfeif’;
Doch weil ich so überglücklich war,
So mußt ich sie kaufen: begreif!
Daß unser Junge nun wieder gesund,
Das machte mich wunderfroh.
Und bin ich vergnügt, so kauf’ ich was,
Ganz einerlei was und wo.
Und bin ich vergnügt, so verschwend ich was,
Leichtsinnig, wie ich nun bin.
So bin ich geboren, so sterb ich einst,
So leb’ ich inzwischen dahin.
Und siehst du: so hab’ ich die Pfeife gekauft;
Ist sie nicht schön und lang?
Ich gab, bei Gott! eine Mark dafür,
Ein Markstück rund und blank.
Die Pfeif’ in der Hand, so schlendert’ ich hin
Und sang und summte beglückt.
Die Spießer glotzten und stießen sich an
Und grinsten: „Der ist verrückt.“
Und wenn du, mein Liebchen, dasselbe meinst,
Ich stell’ es dir gänzlich frei.
Ich hab’ meine Pfeife von feinstem Ton;
Da, Junge, schmeiß sie entzwei!