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Gedichte

Chapter 109: Der freche Sekt.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Der freche Sekt.

In meinem Stübchen an der Wand
Hängt ein Goethe von Meisterhand.
Sein großer Blick durchsonnt das Zimmer
Wie Erdenlust und olympischer Schimmer.
Nun war mal ein rechter Jubeltag;
Ich und mein Schatz wir hielten Gelag,
Schenkten den schäumenden Wirbelwein
Eins dem andern mit Singen ein,
Kehrten oberst zu unterst die Stuben —
Führten uns auf wie närrische Buben.
Kam die dritte Flasche dran —
Plautz! den Stöpsel halte, wer kann,
Und ein dicker Strahl Champagnerwein
Dem Goethe — pscht! — ins Gesicht hinein! —
Wir schwiegen beide und fühlten beklommen:
Hat er uns das wohl übelgenommen? —
Da lacht er mit seinen zwei Sonnen darein:
Und ihr wollt Goethekenner sein?!