An die Zeit.
Du bist als mächt’ge Trösterin befunden
Von vielen, welche Leid und Gram beschwert;
Denn wer vergessen kann und minder wert
Das einst Geliebte halten, mag gesunden.
Ich will von dir nicht Heilung meiner Wunden,
Die doch wie Gift an Geist und Herzen zehrt;
Was ich gerecht bewundert und begehrt,
Das gelte teuer mir zu allen Stunden.
Du wirkst der edlen, reinen Säfte Stockung;
Des Alters Siechtum, schleichendes Verderben
Und Tod verbirgst du unter Trostes Schein,
Und dem, der kraftlos nachgibt deiner Lockung,
Gibst du statt schnellen Tods ein ewig Sterben
Und zum Vergessen das Vergessensein. —