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Gedichte

Chapter 119: Sonett.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Sonett.

Bist du im Recht, und will man dir’s verdrehen,
Und gilt es ein geringes — schweige gern!
Es ziemt dir wohl, von niedrer Zanksucht fern,
Den Streit um eitle Dinge zu verschmähen.
Doch gilt’s ein Ideal, das du ersehen
Zu deines Lebens wandellosem Stern,
Will man Gedanken in den Staub dir zerr’n,
Die rein und klar an deinem Himmel stehen,
Dann tausche nicht um feigen Frieden ein
Dein gutes Recht; dann streite sonder Beben,
Stirbst du auch einst verlassen und allein.
Denn besser ist’s, in Acht und Bann zu leben,
Als stets sein Ohr dem Ruf nach Frieden leihn
Und Licht und Recht den Narren preiszugeben.