Waldidyll.
Voll Haß und Unrast lief ich in den Wald:
Mein Herz war heiß; die Welt war tot und kalt.
Du, Bächlein, bist so wild und kraus wie ich!
Komm, schäumender Gesell, und lehre mich: —
Du gleitest singend über Blum’ und Moos —
Was ist im großen Weltenspiel dein Los?
Und sprühend, perlend klang es aus dem Schaum,
Ein Lied, die Welle sang es wie im Traum:
„Im Schoß der Berge kurze Stunden träumen,
Ein froher Sprung vom steilen Hange her —
An starren Felsenklippen sich zerschäumen —
Und seinem Selbst entsagen fern im Meer.“
Noch lange horcht ich. Klang’s vom Himmel her?
„Und seinem Selbst entsagen fern im Meer.“