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Gedichte

Chapter 140: Der Einsame.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Der Einsame.

Ein schwarzer Ballen klatscht mit wildem Schlage
An meine Scheiben — und fällt schwer herab.
Ich öffne rasch das Fenster —: eine Drossel,
Vom Falk gejagt, stieß das Genick sich ab.
Im Schnabel Blut, so liegt sie zuckend, schauernd,
Das Auge wach in heller Todesangst —
Du armer Schelm, ich fühl’s wie mein Verschulden,
Daß du dem bittern Tod entgegenbangst.
Bei deinen Qualen zuckt in meinem Herzen
Ein alter, heimatloser Menschenschmerz.
Wie kann ich’s deiner bangen Seele sagen:
„Dies Haus von Stein umschließt ein gastlich Herz?“