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Gedichte

Chapter 151: Friedhof in Hannover.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Friedhof in Hannover.

Zwei Liebende, zu kurz vereint auf Erden,
Schloß diese Gruft mit schweren Quadern ein.
„Niemals soll dieses Grab geöffnet werden“ —
Ihr letzter Wille schrieb es auf den Stein.
Ein Reislein klomm aus schmalem Spalt nach oben
Und ward ein Reis, ein Baum, ein Riese gar;
Der Deckel sprang, und weit zurückgeschoben
Liegt der granitne Block schon manches Jahr.
Das Reislein schickten sie aus düstrer Zelle,
Und ihre Sehnsucht hob des Steins Gewicht.
Allmächtig überschritt die Felsenschwelle
Des Menschenstaubes Heimweh nach dem Licht.