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Gedichte

Chapter 153: Allein im Dunkel.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Allein im Dunkel.

Her durch Wände und geschloßne Türen
Schwebt ein Spiel von leisen, weichen Händen,
Oft so zart — ich weiß nicht: ist’s des Weltalls
Tönend Schweigen, oder ist es Klingen?
Ist es Klingen?
Klang es nicht wie längst verwehtes Leben?
Ja, es rief wie erste Kindertage,
War wie alter Ahnen leises Rufen,
Die noch wachen in vergeßnen Gräbern,
In vergeßnen Gräbern.
Meinen Enkel einst umhaucht mein Leben
Wie ein fernes Spiel von leisen Händen —
Hörbar kaum, wie Traum von einem Klange,
Wird es klingen durch verschloßne Türen —
Durch verschloßne Türen. —