Die singenden Helden.
Das waren unsre Jüngsten, schier noch Knaben,
Die stürzten sich mit Singen in die Schlacht.
Daß sie am Todestor gesungen haben,
Des sei, solange Deutschland lebt, gedacht.
England, sieh her auf deiner Feindin Söhne
Und fühl’ im Herzen deinen tiefsten Neid:
Im Land der Lieder klingt wie Jubeltöne
Der Söhne Sterben und der Mütter Leid.
Du rissest sie aus ihrer Mütter Armen,
Die edlen Knaben, jugendzart und hold;
Du hast für keiner Mutter Sohn Erbarmen,
England, du Spottgeburt von Gift und Gold.
Doch sei gewiß: den Reigen der Gestirne
Bewegt ein Sehender, der nimmt und gibt:
Verdorren soll dein Leib, du Mammonsdirne,
Und keinen Sohn mehr tragen, der dich liebt.
Dich aber, Deutschland, werden Geister tragen
Zu jedem Sieg mit unhemmbarem Schritt;
Denn überall, wo deine Zeichen ragen,
Dies Lied der Helden zieht im Winde mit.
Wo immer ihr Gesang auf Purpurschwingen
Einher vor deinen stolzen Scharen weht:
Anheben wird ein Herz- und Schwertersingen,
Vor dem kein Teufel dieser Welt besteht.