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Gedichte

Chapter 158: Die singenden Helden.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Die singenden Helden.

Das waren unsre Jüngsten, schier noch Knaben,
Die stürzten sich mit Singen in die Schlacht.
Daß sie am Todestor gesungen haben,
Des sei, solange Deutschland lebt, gedacht.
England, sieh her auf deiner Feindin Söhne
Und fühl’ im Herzen deinen tiefsten Neid:
Im Land der Lieder klingt wie Jubeltöne
Der Söhne Sterben und der Mütter Leid.
Du rissest sie aus ihrer Mütter Armen,
Die edlen Knaben, jugendzart und hold;
Du hast für keiner Mutter Sohn Erbarmen,
England, du Spottgeburt von Gift und Gold.
Doch sei gewiß: den Reigen der Gestirne
Bewegt ein Sehender, der nimmt und gibt:
Verdorren soll dein Leib, du Mammonsdirne,
Und keinen Sohn mehr tragen, der dich liebt.
Dich aber, Deutschland, werden Geister tragen
Zu jedem Sieg mit unhemmbarem Schritt;
Denn überall, wo deine Zeichen ragen,
Dies Lied der Helden zieht im Winde mit.
Wo immer ihr Gesang auf Purpurschwingen
Einher vor deinen stolzen Scharen weht:
Anheben wird ein Herz- und Schwertersingen,
Vor dem kein Teufel dieser Welt besteht.