Später Schnee.
Wir freuten uns schon des Finkenschlags,
Der duftigen Frische, des leuchtenden Tags;
Wohl war der Frühling noch nicht gekommen;
Doch hatten wir einen Ruf vernommen
Vom Grunde des Buchenhags.
Dem Winter gelang’s mit tückischer Hand,
Daß er die Hoffnung überwand.
Wir müssen’s verwinden und müssen warten:
Noch einmal erglänzen Feld und Garten
Im schimmernden Schneegewand.
O Anblick, der das Herz versehrt,
Das lange nach dem Lenz begehrt!
Mir klang’s in gläubig starken Träumen,
Nicht länger werde der Frühling säumen,
Der Held mit dem Sonnenschwert.
Sein harrte die Seele in seligem Leid;
Zum Hochzeitstanz war sie bereit —
Doch in der Nacht vor Spiel und Reigen
Hat sie der Tod mit düsterm Schweigen
Gehüllt ins Sterbekleid.