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Gedichte

Chapter 242: Schwan und Gans.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Schwan und Gans.

O Schwester!“ sprach der Schwan zur Gans,
„O Schwester, könnt ich mich doch dir vergleichen!
Du übertriffst mich weit durch deines Kleides Glanz;
An edler Windung muß mein Hals dem deinen weichen,
Oh, glitt ich auf dem See dahin
So stolz wie du, der Wellen Königin!“ —
Das Gänschen sprach: „Ich seh es, in der Tat,
Wie sehr mich die Natur bevorzugt hat;
Den eignen Wert erkenn’ ich mehr und mehr,
Und deine Huldigung erfreut mich sehr.“ —
„Du dumme Gans!“ fuhr da der Schwan heraus,
„Glaubst du, mein Schmeicheln wollte da hinaus?
Dein Lob zu singen, tat es mir nicht not!“
Und wütend biß der Schwan das Gänschen tot. —