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Gedichte

Chapter 243: Die beiden Hähne.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Die beiden Hähne.

Ein junges, keckes Hähnchen schrie
Hell in die Luft sein Kikriki.
Das klang so kräftig-wunderbar,
So herzerfrischend-morgenklar:
Tausend Nachtmützen, unerhört!
Wurden vom Kissen aufgestört.
Beschwichtigend rief ein alter Hahn:
„Schlaft weiter!“ Ich hab’ es nicht getan,
Nicht ich, der amtliche Wächter im Hof,
Der besoldete Dünger-Philosoph.
Es war die Stimme des Dilettantismus,
Ein frecher Neuling war’s, der schrie.
Es hat keine Ahnung, das gute Vieh,
Vom akademischen Kikerikismus.