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Gedichte

Chapter 244: Das Zentral-Eichamt.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Das Zentral-Eichamt.

Der Affe Bimbo saß im Wald
Und rezensiert’ mit Mordsgewalt:
„Ich“, rief er, „bin dazu berufen,
Die Sänger richtig abzustufen.
Es ist zum Lachen und Entsetzen,
Wie sich die Leutlein überschätzen.
Ich werde sie nunmehr rangieren
Und ihren Größenwahn kurieren.
Die Nachtigall dünkt sich die Erste.
Daß sie nur nicht vor Dünkel berste!
Mein Zeugnis lautet: ‚2-3‘!
Dem Buchfink geb ich eine ‚2‘.
Die Drossel — wenn sie’s auch verletzt —
Wird ‚3-4‘ von mir geschätzt;
Dem Kuckuck, ist er auch nicht frei
Von Mängeln, geb ich ‚1-2‘;
Rotkehlchen, Lerche (Anempfinder!)
Sind ‚4-5‘, nicht mehr, nicht minder —.“
So sitzt der Affe und orakelt,
Und jeder Stolz wird abgetakelt.
Der Rabe hört und sieht es stumm,
Dann wird ihm das Gewäsch zu dumm.
Er lacht aus vollem Hals und spricht:
„Bedenk, du aufgeblas’ner Wicht,
Du würdest nicht Zensuren schrein,
Wenn du nicht glaubtest, Mensch zu sein.“