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Gedichte

Chapter 257: Das erlösende Wort.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Das erlösende Wort.

Ich hatte mich eifrig fürs Ganze gemüht;
Viel Arbeit und Ärger war mir erblüht.
Ich kämpfte, schuftete ums Gelingen —
Mir sollt’s und konnt’s keinen Vorteil bringen.
Da kommt so’n Mensch, den Gott in die Welt
Als Stütze für’n Naströpfel hingestellt,
Und sagt ganz frech hinter meinem Rücken:
Ich wolle mich nur mit Lorbeern schmücken.
Zwar dumm war’s, doch auch niederträchtig;
Drei Tag’ lang war mir’s im Herzen nächtig.
Am vierten aber, da fiel mir’s ein:
„Der Kerl ist ein Gesinnungsschwein.“
„Gesinnungsschwein“ — famos! famos!
Gleich war ich allen Kummer los.
Muse, hab’ Dank für das hehre Wort!
Ich pfeif mir ein Lied und wirke fort.