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Gedichte

Chapter 35: Winter.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Winter.

Die Sonne schwimmt in Nebeln rot;
Es lockt kein Laut vom dunkeln Walde.
Verödet liegt im Schnee die Halde;
Die weite Welt ist still und tot.
O Friede wundersam und mild!
Ruht nicht das Herz vom hast’gen Schlage?
Ist nicht verstummt die laute Klage,
Die ehedem kein Trost gestillt?
Mein Auge sah am Frühlingstag
Den Tod aus bunten Blumen locken;
Am liebsten unter Blütenflocken
Er seinen Samen streuen mag.
Mein Auge sah durch Winternacht
Den Lichtglanz holder Freude glühen,
Auf bleichen Wangen Rosen blühen,
Vom Hauch der Liebe schnell erwacht.
Drum, stille Hoffnung, grüne auf!
Scheu nicht des Winters Hauch, den kühlen;
Das Herz in seinem tiefsten Fühlen
Hat seinen eignen Jahreslauf.