Erwartung.
Ob noch kein Strahl der neuen Sonne
Ins Herz der bangen Erde traf?
Wie lange hältst du schon umfangen
Die öde Welt, o tiefer Schlaf!
Doch stellt mit jedem düstern Tage
Sich glühender das Hoffen ein:
Wie herrlich wird nach allem Harren
Der erste Tag der Wonne sein!
Wann wirst du dich zum Ende neigen,
Du meiner Seele grauer Tag?
Fern liegt mein Glück; doch ihm entgegen
Drängt sich mein Herz mit jedem Schlag.
Nur noch in einem Lichtgedanken
Ertrag ich dieser Jahre Pein:
Wie herrlich wird nach solchem Harren
Der erste Tag der Wonne sein!